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Clubs & Konzerte

Der Blues - jung und lebendig wie noch nie

Mit "Lightning In A Bottle" erscheint jetzt der nächste Teil der Soundtrack-Reihe mit CDs zu Scorseses Blues-Dokumentation

Es ging darum, den Blues zu feiern. Mit all seinen Entwicklungen und Verästelungen. Mit seinen archaischen akustischen Formen ebenso wie mit seinen urbanen elektrischen. Künstler aus Jazz, Soul, Rock und HipHop, schwarze und weiße, kamen im Februar 2003 in die New Yorker Radio City Music Hall im Herzen von Manhattan, um ihren musikalischen Beitrag zu diesem Kapitel schwarzer amerikanischer Musik zu leisten, das nie zugeschlagen worden ist und die Wurzel verschiedener anderer Stile und Genres geworden ist.

"Lightning In A Bottle" heißen Film und CD dieses Mitschnitts, den Regisseur Antoine Fuqua in Szene gesetzt hat und der den Abschluss von Martin Scorseses multimedial groß angelegter mehrteiliger Dokumentation über den Blues bildet.

Rapper Mos Def singt den "Minnesota Blues", New-York-Dolls-Sänger David Johansen versucht sich an "Killing Floor", die Afrikanerin Angelique Kidjo nimmt sich mit Chicagos Blues-Veteran Buddy Guy Hendrix' "Voodoo Chile" vor, Public-Enemy-Boss Chuck D. erweist John Lee Hooker in "Boom Boom" Respekt, und so ließen sich die Beispiele endlos fortsetzen, in denen jüngere Musiker den jahrzehntealten Standards mit neuen Interpretationen ihre Reverenz erweisen oder ein Pionier wie B. B. King einfach das macht, was er immer gemacht hat: den Blues spielen.

Zu Scorseses Blues-Projekt sind bei Sony Music drei weitere Soundtracks erschienen: "Feels Like Going Home" beschreibt eine Reise, die am Niger in Mali startet und in den Baumwollfeldern des Mississippi-Delta endet. Zu hören sind auf dieser CD Pioniere des Blues wie Leadbelly, Son House und Robert Johnson, aber auch der Afrikaner Ali Farka Toure. Songs aus der frühen Zeit des Blues enthält auch "Warming By The Devils Fire", in dem Charles Burnett die Geschichte eines schwarzen Jungen Mitte der 50er-Jahre und vom Konflikt zwischen himmlischem Gospel und dem Blues als Teufelszeug erzählt. In "Piano Blues" hat Clint Eastwood sich ausschließlich Pianisten vorgenommen - von Memphis Slim über Ray Charles bis zu Duke Ellington.

Unabhängig von diesen Soundtracks ist bei Universal jüngst eine Doppel-CD mit dem Titel "The World of Blues" erschienen, die einen vorzüglichen Überblick über die verschiedenen Facetten des Genres bietet.

OST: "Lightning In A Bottle", "Feel Like Going Home", "Warming By The Devils Fire", "Piano Blues" (alle Sony Music) V.A.: "The World Of Blues" (Brunswick/Universal)HEINRICH OEHMSEN

 

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