Sonntag, 27. Mai 2012, 08:18

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Bühne

Premiere im Schmidt-Theater

Kay Ray präsentiert sich und "Die große Schmidt-Wintergala"

Sirtaki, Zauberei, Jonglage: Die neue Variete-Show verbreitet am Spielbudenplatz eine etwas andere vorweihnachtliche Stimmung.

Paradiesvogel Kay Ray führt durch "Die große Schmidt-Wintergala" (Archivbild)
Foto: picture alliance / rtn - radio t/rtn - radio tele nord

Hamburg. Wenn der schrillste Paradievogel vom Kiez im roten Glitzeranzug und ein Kabarettist mit kurzen Hosen im Trachtenlook am Ende der Show Sirtaki tanzen, muss es sich um "Die große Schmidt-Wintergala" handeln. Moderator Kay Ray und Wolfgang Trepper taten sich zu einem ungewöhnlichen Duett zusammen, ehe alle Beteiligten der zweieinhalbstündigen Mixed-Show das "Winterwonderland" anstimmten, Die Zuschauer im Schmidt-Theater bedachten die Premiere der "Wintergala" mit langanhaltendem Applaus. Sie hatten von Kay Ray einen bunten Teller der Kleinkunst serviert bekommen. Während der bisexuelle Entertainer, anfangs in schwarzen Lack-Plateau-Stiefeln, rotem Tüllrock und mit seinem gefärbtem Haarkamm einem Pfau ähnelnd, auch nicht mit selbstironischen Anspielungen auf seine Vaterschaft sparte ("Wir streiten uns zu Hause noch, wer die Brust gibt"), hatte Misanthrop Trepper in der Berghüttenkulisse mit Tannenbaum vor allem den ARD-"Musikantenstadl" gefressen. Allen voran dessen Moderator Andy Borg, für Trepper "eine Fleisch gewordene sprechende Frikadelle".

+++ Wintergala: Der letzte Spaß vor Weihnachten +++

Das saß, traf und schmeckte. Die besonderen Akzente setzten aber die Variete-Acts: Das Wuppertaler Duo Spot the Drop amüsierte das Publkum im ersten Teil mit zwei komischen, indes perfekt ausgefeilten Jonglage-Nummern - erst im Sitzen mit Bällen, dann mit acht Keulen im Stehen. Und im zweiten Teil der Show zeigte der sprechende Zauberer Gaston, wie man als Künstler für verbüffende Tricks einen neuen Ansatz findet: Er wolle doch mithilfe der Selbsthilfegruppe "Flinke Finger" von der Sucht des Zauberns loskommen, versicherte Gaston - und zauberte mit Fingerkuppen, Zigaretten und Spielkarten parallel immer Neues hervor. Da wirkten Musical-Star Carolin Fortenbacher mit ihren Liedern und Soul-Comedian Marius Jung mit seinen Parodien längst nicht so originell. Aber das ist Weihnachten ja häufig auch nicht (mehr).

Die große Schmidt-Wintergala bis 8.1.2012, Di, Do-Sa jew, 20.00, Mi u. So jew. 19.00 im Schmidt-Theater, Spielbudenplatz 24/25, Karten zu 17,40 bis 54,80 unter T. 31 77 88 99; www.tivoli.de

 

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