Funkes Fantasy als Film
In einem guten Buch gefangen
„Tintenherz“, der erster Teil der „Tintenwelt“-Trilogie, liefert solides Abenteuerkino mit vielen Stars, kann aber nicht restlos überzeugen.
Foto: warner
Meggie (Eliza Hope Bennett) hat ihre Mutter durch ein seltsames Ereignis verloren. Ihr Vater, der Buchbinder Mo (Brendan Fraser), kann Charaktere aus Büchern herauslesen, leider verschwinden im Tausch gegen diese reale Personen dann in der Fiktion. So kommt es, dass Meggies Mutter in einem Buch festsitzt, während der Schurke Capricorn (Andy Serkis) aus dem Roman "Tintenherz" ausgebrochen ist. Er versucht, das Buch in seine Gewalt zu bringen, denn er möchte so viele Schurken wie möglich in die Realität holen, besonders den unheimlichen Schatten. Aber Mo und Meggie wehren sich.
Literaturverfilmungen locken Zuschauer an, die wissen wollen, wie ihr eigenes Leseerlebnis mit den Filmbildern zusammenpasst und solche, die sich das lesen Ersparen wollen. Bei "Tintenherz" dürfte die Zahl derjenigen, die vorher das Buch von Cornelia Funke gelesen haben, recht groß sein. Ihr Bestselller, der erste Teil der "Tinzenwelt"-Trilogie, wurde in 23 Sprachen übersetzt. Funke selbst hat sich an diesem Film als Produzentin beteiligt. Leider ist Regisseur Iain Softley die Umsetzung nicht annähernd so fantasievoll gelungen wie der Autorin. Immerhin kann der Film mit Stars wuchern. Neben Dauerabenteurer Fraser ("Reise zum Mittelpunkt der Erde", "Die Mumie") spielen auch Jim Broadbent, Helen Mirren und Paul Bettany. Veränderungen gegenüber dem Buch sind verzeihbar. Aber die Special effects sind nicht ganz auf der Höhe der Zeit. So wird aus dem Film leider nicht der ganz große, aber immerhin noch ein solider Spaß.
Tintenherz 122 Minuten, ab 12 Jahren, bereits erhältlich
Bewertung: annehmbar





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