Bei der ersten öffentlichen Aufführung von Haydns Oratorium "Die Schöpfung" anno 1799 standen rund 400 Ausführende auf der Bühne. Von solchen Dimensionen war das Konzert der Hamburger Symphoniker in der prall gefüllten Laeiszhalle weit entfernt - denn die Mitglieder des Orchesters und des Dresdner Kammerchores machten zusammen etwa ein Viertel der damaligen Besetzung aus.

Thomas Quasthoff, Bass-Bariton.

Thomas Quasthoff, Bass-Bariton.
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Hamburg. Bei der ersten öffentlichen Aufführung von Haydns Oratorium "Die Schöpfung" anno 1799 standen rund 400 Ausführende auf der Bühne. Von solchen Dimensionen war das Konzert der Hamburger Symphoniker in der prall gefüllten Laeiszhalle weit entfernt - denn die Mitglieder des Orchesters und des Dresdner Kammerchores machten zusammen etwa ein Viertel der damaligen Besetzung aus.

Dirigent Peter Schreier nutzte das vergleichsweise schlanke Aufgebot zu einer Interpretation, die mitunter kammermusikalische Transparenz erreichte - und den Solisten viel Spielraum für gestalterische Nuancen eröffnete. Bassbariton Thomas Quasthoff demonstrierte dabei seine reich differenzierte Sprachgestaltung, indem er den Text mit liebevoller Sorgfalt und großer Wärme auskostete, wirkte allerdings nicht durchweg so kraftvoll wie beim berühmten tiefen D auf dem Wort "Gewürm".

Ein echtes Glanzlicht war der Auftritt des Dresdner Kammerchores mit seinem sehr feinen und homogenen Klang, während die Symphoniker bei allem Engagement doch noch die eine oder andere Baustelle auf dem Weg zum Spitzenorchester offenbarten. Der Beifall war trotzdem gewaltig.Stä