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Kultur & Live

Diana Krall: "Quiet Nights"

Liebeserklärung

Jazz-Standards und Bossa Nova auf dem zwölften Album der kanadischen Sängerin und Pianistin


Foto: universal

Wenn man Diana Kralls Album "Quiet Nights” hörte, könnte man meinen, die kanadische Sängerin und Pianistin habe nun endlich den Bossa Nova entdeckt. Gleich drei von zehn Songs hat Antonio Carlos Jobim geschrieben, die brasilianische Bossa-Nova-Legende. Doch in Wahrheit ist das zwölfte Album des Jazz-Stars eine Liebeserklärung an ihren Mann. Gewidmet ist es Declan, und dahinter verbirgt sich der britische Musiker Elvis Costello. 2003 heiratete das Paar, 2006 brachte Diana Krall Zwillinge zur Welt. "Mir kommt das Album sehr fraulich vor. Die Musik ist wie zärtliche Worte, die man seinem Lover ins Ohr flüstert, wenn man sich mit ihm auf dem Bett rumlümmelt", sagt Diana Krall über "Quiet Nights".

Wieder hat der eigentlich im Ruhestand lebende Claus Ogerman die Arrangements für die Standards geschrieben. Ogerman versteht es, Streicher- bzw. Orchesterarrangements zu schreiben, ohne dass die Musik dadurch überladen oder kitschig würde. Er bereitet den Boden, auf dem Diana Kralls Gesangskunst sich entfalten bzw. auf dem sie die Palette ihrer Gefühle ausbreiten kann. Wenn sie zum Beispiel "You’re My Thrill" haucht oder in "I’ve Grown Accustomed To His Face" vor Sehnsucht vergeht, ist mitzufühlen, wie persönlich diese Interpretationen geworden sind.

Diana Krall: Quiet Nights (Verve/Universal)

Wertung: hörenswert

 

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