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Kultur & Live

Hamburger Krimifestival erfolgreich gestartet

Liza Marklund sorgte für Spannung

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr war klar: Das Hamburger Krimifestival, initiiert von der Buchhandlung Heymann, dem Literaturhaus und dem Hamburger Abendblatt, wird in die zweite Runde gehen.


Foto: Bodig

Hamburg. Am gestrigen Sonntagabend war es soweit: Die schwedische Bestsellerautorin Liza Marklund eröffnete mit Charme und Wortwitz das Festival vor gut 570 Besuchern im Zelt der Fliegenden Bauten. Die deutschen Passagen aus Marklunds aktuellem Roman "Lebenslänglich" las Schauspielerin und Regisseurin Ulrike Grote und wie sie das tat, das ging unter die Haut.

"Liebe Liza, du hast dir heute Abend die richtige Stadt ausgesucht", hatte der schwedische Honorarkonsul Leif A. Larsson, dessen Krimileidenschaft mit dem Lesen der Bücher von Agatha Christie begann, zuvor in seiner launigen Auftaktrede gesagt. "Hamburg ist zwar nicht die Hauptstadt, aber es ist die Weltstadt."

Wann sie eigentlich zuletzt daran gedacht habe, jemanden umzubringen, fragte Moderator Denis Scheck ("Druckfrisch") die Erfolgsautorin zu Beginn seiner pointierten Moderation. "Erst heute Morgen", antwortete Marklund schlagfertig. Bei ihrem Flug von Düsseldorf nach Hamburg sei sie zwar Richtung Hansestadt eingecheckt worden, ihr Gepäck allerdings nach Malaga…

Wenn sie nicht gerade schreibt, dann liest auch Liza Marklund Kriminalromane. "Das ist Teil meines Berufs", erzählte sie dem Abendblatt. "Ich muss ja auch sehen, was die Kollegen so alles schreiben." Eines ihrer Vorbilder sei ihr Landsmann Henning Mankell und natürlich das große schwedische Autorenduo Sjöwall/Wahlöö. Der Titel ihres neuen Kriminalromans, "Lebenslänglich", so verriet sie im Gespräch mit Denis Scheck, beziehe sich übrigens nicht auf eine Gefängnisstrafe, auf die Ehe oder den Beruf das alles sei zeitlich befristet. Die Elternschaft aber, die sei lebenslänglich.

Gebannt verfolgten die Zuschauer Marklunds Erzählungen und Grotes Lesekunst. Ein gelungener Auftakt des Krimifestivals, das noch bis zum 9. November knapp 30 nationale und internationale Autoren vorstellt. "Das Krimifestival ist eine der wesentlichen kulturellen Dinge, die in Hamburg noch gefehlt haben", sagte Peter Lohmann vom Vorstand des Harbour-Front-Literaturfestivals. Damit brachte er den Abend, der musikalisch stimmungsvoll von Matthias Pogoda und Olaf Casimir begleitet wurde, auf den Punkt. (va)

Heute beim Hamburger Krimifestival: Ulrich Wickert in der Staatsbibliothek, James Sallis im Stage Club, Deon Meyer im Hamburger Sprechwerk sowie Gunter Gerlach und Nina George in Angie’s Nightclub.

Alle Infos unter www.abendblatt.de/krimifestival

 

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