Galerie: Linda Bilder von Henrik Hold
Mit Tusche und Stift in öffentlichen Räumen
Die eigene Wohnung zum Motiv seiner Kunst machen, ihr Interieur ins Zwischenreich aus Licht und Dunkelheit versetzen: Solch Umgang mit der dritten...
Foto: Henrik Hold
Hamburg. Die eigene Wohnung zum Motiv seiner Kunst machen, ihr Interieur ins Zwischenreich aus Licht und Dunkelheit versetzen: Solch Umgang mit der dritten Haut des Menschen hat lange Tradition. Bekanntes Beispiel dafür war die Ausstellung von Vilhelm Hammershøi in der Kunsthalle. Auch der Hamburger Künstler Henrik Hold folgt den Pfaden privater Rauminspektion. In seiner Ausstellung in der Galerie Linda (Eröffnung am 19.9., 20 Uhr) verwandelt er seine eigenen vier Wände in ein Territorium aus Licht, Schatten und Farbe.
Mutmaßen lässt sich in Holds Bildern, ob hier Verfremdung und Eigenleben der Dinge Einzug ins Bild halten. Das Sonnenlicht, das in grellen Flecken die Räume erhellt, erscheint wie eingefroren auf seiner Wanderung über die Wände. Hold setzt wie ein Plastiker, der Material hinzufügt, seine Farben auf schwarzem Grund, bis sich aus der Dunkelheit die Konturen seiner Wohnung schälen. Mit seinen Bildern der Serie "Clemens-Schultz-Straße 43", setzt Hold seine Auseinandersetzung mit ihn umgebenden Räumen fort. Lange hielt er sich in öffentlichen Räumen Hamburgs mit Tusche oder Stift auf. Als 1-Euro-Jobber näherte er sich auf diese Art und Weise dem Hamburger Amtsgericht.
Galerie Linda, Hein-Hoyer-Str. 13, bis 28.9., www.chezlinda.de




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