Kommentar: Klubsterben auf dem Kiez
Nur schnelle Hilfe kann noch retten
Die Hamburger Klubszene soll wirksam gestärkt werden", heißt es im Koalitionsvertrag zwischen CDU und GAL. Ein schöner Satz, doch über welche Instrumente verfügen die zuständigen Behörden? Geht es um ein wirkliches Ansinnen oder nur um das Bekenntnis? Im Falle des Molotows, eines Musikklubs mit internationalem Renommee, könnte dieser politische Wille zu spät kommen, denn die Betreiber befinden sich nach der Kündigung ihres Mietvertrags in der Nachspielzeit. Nur schnelle Hilfe der Stadt oder ein privater Sponsor können das erstklassige Molotow-Programm noch retten.
Wenn das vom Abriss bedrohte Mandarin-Kasino am Spielbudenplatz, das Molotow und das Kukuun verschwinden, macht auch das Reeperbahn-Festival kaum noch Sinn. Immerhin eine Veranstaltung, die stetig wächst und zu den Vorzeigeprojekten Hamburger Imagepflege außerhalb der Stadt zählt. Aber ein Klubfestival braucht Klubs. Und die haben es in unserer Stadt, die sich so gerne "Musikstadt" nennt, alles andere als leicht.



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