Die Kultursenatorin bleibt im Amt. Viele Struktur-Probleme bleiben auch. Wir haben Betroffene aus allen Sparten der Kulturszene zu den Plänen des neuen Senats befragt.

Ein Schwerpunkt soll auf dem Thema "Musikstadt Hamburg" liegen, er wird durch ein Bekenntnis zur Bedeutung der Elbphilharmonie betont. Angedacht sind dazu unter anderem. ein "Tag der Musik", die Unterstützung für einen "Composer in Residence" und ein spartenübergreifendes Kultur-Festival mit Schwerpunkt Musik, das ein- oder zweijährlich stattfinden könnte - die seit Langem geplante Triennale wird dabei aber nicht erwähnt. Private Pläne für eine "mittelgroße Konzerthalle für Pop-Musik" sollen unterstützt werden. Den Hamburger Symphonikern soll eine "Entwicklungsperspektive" eingeräumt werden. Für die Klubszene wird ein "redaktionelles Musikradio" in Betracht gezogen, der Verein RockCity soll besser ausgestattet werden. Starttermine oder Finanzierungsansätze für diese Überlegungen werden durchgängig nicht genannt.

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Im Bereich der Kinder- und Jugendkultur soll das Programm "Jedem Kind ein Instrument" ausgeweitet werden. In Zusammenarbeit mit den Bücherhallen ist das Projekt "Schulbibliotheken für alle Schulen" geplant. Im Theater-Bereich setzt man auf die seit Langem propagierte Evaluation der privaten Bühnen. Off-Projekte sollen mit gesonderten Fördermitteln bedacht werden, für kommerzielle Produktionen wird ein Kreditfonds eingerichtet. Auch die Stadtteilkultur bekommt mehr Geld: Die Geschichtswerkstätten erhalten Unterstützung durch eine Zustiftung in Höhe von einer Million Euro. Auf dem Lohseplatz soll eine Gedenkstätte für die Opfer von Deportationen entstehen.

Die Filmförderung kann sich ab 2009 auf mehr Geld freuen, ebenso das Dokumentarfilmfestival und das schwullesbische Filmfest. Das Metropolis-Kino bleibt erhalten.

Für das Kulturmarketing sollen effektivere Strukturen im Verbund von Wirtschaftsförderung, Hamburg Marketing und Tourismusvermarktung geschaffen werden.

Von einer konkreten Erhöhung des Kulturetats ist auf den drei der 65 Druckseiten des Koalitionsvertrags nirgendwo die Rede.


Den kompletten Koalitionsvertrag zum Herunterladen finden Sie unter www.abendblatt.de/koalitionHA