Serie: Der Skandal um die Hitler-Tagebücher (Teil 7)
Chronik
15. Nov. 1982
"Stern"-Reporter Heidemann präsentiert Mohnke und Ex-Hitler-Adjutant Günsche eine Pistole mit einem Zettel: "Mit dieser Waffe erschoß sich unser Führer (...) Bormann" Es ist eine belgische FN. Günsche erklärt das für Unsinn.
15. Dezember 1982
Gerd Heidemann und Gerd Schulte-Hillen schließen einen weiteren Beteiligungsvertrag. Jetzt wird zum ersten Mal schriftlich fixiert: "Der Autor ist nicht verpflichtet, die näheren Umstände der Beschaffung und seiner Quellen preiszugeben." In der dramatischen Schlussphase wird sich Heidemann darauf berufen.
24. Dezember 1982
Die "Deutsche National Zeitung" erscheint mit der Schlagzeile: "Hitlers Tagebücher entdeckt - Warum sie geheim gehalten wurden". Der britische Historiker David Irving berichtet von 27 Halbjahresbänden, die ein DDR-General in den Westen geschmuggelt haben soll. Die Nachricht zieht keine weiteren Kreise.
Januar 1983
Unbeeindruckt von der Tatsache, dass nun wichtige Details des hoch geheimen Tagebuch-Projekts öffentlich sind und tatsächlich Lebensgefahr für Kujaus General-Bruder bestünde, bekommt Sorge den Auftrag, mit ausländischen Lizenznehmern über die inzwischen fertige Heß-Geschichte zu verhandeln.
8. März 1983
Vorstand, Chefredaktion, Heidemann, Walde und das Serien-Ressort des "Sterns" treffen sich zur Konferenz über die Veröffentlichungs-Strategie. Die Chefredakteure entscheiden, die Serie mit einer Fundgeschichte zu eröffnen. Heidemann und Walde sperren sich. Sie sehen die Beschaffung der fehlenden Tagebücher gefährdet.
23. März 1983
Kujau zeigt Heidemann den Band erstes Halbjahr 1935. Für den Zeitraum hat er ihm inzwischen schon zwei Vierteljahresbände verkauft. Das seien Materialien für das "Jahrbuch der Partei", erklärt Kujau die wundersame Doppel-Existenz. Heidemann und Walde akzeptieren auch diese abenteuerliche Erklärung.




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