Die Kunst des Rüstungsfabrikanten
Der Kunstsammler Emil Georg Bührle (1890-1956) hat sein Vermögen vor allem mit Kriegswaffen gemacht. Nach dem Studium der Kunstgeschichte ging er - damals noch Deutscher - zur Magdeburger Maschinenfabrik, die 1923 die Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon (bei Zürich) übernahm und Bührle dort als Leiter einsetzte. 1929 wurde er Mehrheitseigner, 1937 Schweizer Staatsbürger. Die Aufrüstung in den 30er-Jahren bescherte dem Unternehmen einen Boom. Erfolgreichstes Produkt war die 20-mm-Oerlikon-Maschinenkanone, die weltweit exportiert wurde.
Nach dem Krieg bewahrte Bührle mit seinem Vermögen die Firma vor der Pleite. Später zog sie sich aus der Rüstung zurück und wurde unter dem Namen Oerlikon-Bührle Holding AG ein führendes Unternehmen der Dünnschichttechnologie.
In den 50er-Jahren sammelte Bührle rund 200 Gemälde und Skulpturen und schuf eine der größten privaten Kollektionen Europas. 1960 wurde für sie ein Museum gegründet, das sich in einer Villa aus dem Bührle-Besitz in Zürich befindet.




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