Nachwuchsförderung: "Jedem Kind ein Instrument" soll die Entwicklung der Persönlichkeit fördern
Der frühe Ton begeistert das Kind
Das Hamburger Unternehmer-Ehepaar Elke und Horst Dörner unterstützt das Pädagogik-Projekt.
Hamburg. In der musikalischen Nachwuchsarbeit ist derzeit ein erfreulicher Umbruch zu erleben, darüber sind sich die Experten in Hamburg einig. Einige der wichtigsten Impulse werden dabei erst durch die Unterstützung von Stiftungen und privaten Spendern ermöglicht. Das zeigt sich auch am Beispiel der Initiative "Jedem Kind ein Instrument", die aus einer Kooperation der Hamburger Musikhochschule mit dem Unternehmerehepaar Horst und Elke Dörner entstanden ist.
Die Idee dazu stammt von Hochschulpräsident Elmar Lampson: "Es ist dringend nötig, dass zur selbstverständlichen Erfahrung von Schulkindern gehört, ein Instrument zu lernen. Und zwar von jedem Kind und nicht nur von Kindern an Eliteschulen. Das ist eine dringende Notwendigkeit und kein Luxus!"
Deshalb hat Lampson das Projekt "Jedem Kind ein Instrument", das er aus Bochum kennt, in Hamburg auf den Weg gebracht und gemeinsam mit Kollegen die dafür erforderlichen pädagogischen Konzepte erarbeitet. Denn vor einer ganzen Klasse zu stehen und sein Instrument zu präsentieren stellt einen Lehrer vor ganz andere Herausforderungen als der vertraute Einzelunterricht.
Dass diese neuen Unterrichtsformen, -strategien und -techniken in den nächsten Jahren an der Hamburger Musikhochschule vermittelt werden und damit die langfristige Planung des pädagogischen Großprojekts auf sicheren Füßen steht, ist dem großzügigen finanziellen Engagement der Dörners und ihrer Stiftung zu verdanken.
Um die genaue Höhe der namhaften Summe möchte das sympathisch bescheidene Ehepaar lieber kein großes Aufheben machen. Hauptsache, das Projekt läuft, sagt Elke Dörner: "Es ist ja bekannt, wie wichtig ein möglichst früher musikalischer Unterricht für die Entwicklung von Kindern ist. Deshalb freuen wir uns sehr, wenn wir dazu beitragen können, dass auch Schüler, die es sich sonst nicht leisten könnten, an ein Instrument herangeführt werden - vollkommen unabhängig von ihrem sozialen, ethnischen oder religiösen Hintergrund."
Dabei soll ihr Engagement kein Einzelfall bleiben, sondern darf gerne Nachahmer finden, sagt Horst Dörner: "Wir wollen durch diese Initiative und unsere Begeisterung gern auch andere Bürgerinnen und Bürger anstecken und freuen uns sehr, dass das Projekt ,Jedem Kind ein Instrument' auch durch die Hamburger Politik unterstützt wird."



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