Menschlich gesehen

Wer ab und an in Hamburgs Theaterszene unterwegs ist, wird ihr schon begegnet sein: Gilla C r e m e r ist nicht nur als Schauspielerin auf (fast) allen Hamburger Bühnen zu Hause, sondern tummelt sich auch oft davor: als neugierige Zuschauerin bei den Premieren der Kollegen. Sie ist gern unter Menschen - obwohl sie sich in den vergangenen 20 Jahren vor allem auf sich selbst verlassen konnte. "Theater Unikate" hat sie ihren Ein-Frau-Betrieb getauft und ist mit neun Solostücken schon um die ganze Welt getourt.

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Das Jubiläum aber wird in Hamburg begangen, wo Cremer mit Sohn Jakob (23), Tochter Lotta (19) und "einem ganzen Zoo" im Generalsviertel lebt. Hund Gipsy steht bisweilen mit auf der Bühne. Vor allen sein Frauchen aber verdient nun Respekt - für zwei Dekaden kontinuierlicher Theaterarbeit.

Zum Auftakt der "Unikate"-Werkschau im Abendblatt-Center sprach sogar die Kultursenatorin, was Gilla Cremer "schon sehr gefreut " hat: "Das verstehe ich als ungemeine Wertschätzung meiner Arbeit." Überhaupt empfindet Cremer gerade Zuschauerreaktionen als "besonders beglückend".

Ausgleich ist trotzdem gelegentlich nötig. Dann geht die 51-Jährige im Stadtpark walken oder kloppt Karten. Doppelkopf, Skat, Poker. "Ich bin eine leidenschaftliche Spielerin", gesteht Gilla Cremer. Das allerdings war kein Geheimnis.msch