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Kultur & Live

Kinder mit "eckigen Pupillen"

Die Fotos, die der Fotograf Wolfram Hahn (28) zurzeit in Berlin ausstellt, sind Hingucker. Er setzte Kinder zwischen drei und zwölf Jahren in einer Kindertagesstätte vor einen Fernseher und nahm ihre Gesichter auf. Sie säßen da "wie festgehalten", leblos wie Puppen, sagt er dazu. Bei einem Mädchen wirke die Pupille durch die Spiegelung des Bildschirms viereckig .

Die Bilder wirken suggestiv, sie wecken Vorbehalte gegen Fernsehkonsum und sollen es auch. "Entzaubert", heißt die Ausstellung in Anlehnung an Neil Postman, der 1983 in dem Bestseller "Das Verschwinden der Kindheit" warnte: Fernsehen entzaubere die kindliche Welt, es lasse keine Geheimnisse mehr offen.

In der Kita ist Fernsehen allerdings verboten, das Studio mit dem Fernseher wurde extra aufgebaut. Vielleicht wirken die Kinder deshalb "wie gebannt".ju

 

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