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Kultur & Live

Ohnsorg-Theater: "De Plattdüütsche Vagelhochtiet" nach Rolf Zuckowski

Vogelpärchen wie im Märchen

Rolf Zuckowskis Kinderklassiker "Vogelhochzeit" begeistert Jung und Alt auch auf Platt.

HAMBURG. Quaaak, quak, quak, quak" - das mussten sich wahrscheinlich viele Eltern den Rest des Tages anhören. Zumindest jene, die mit ihren Kindern am Wochenende im Ohnsorg-Theater gewesen waren, denn dort hatte am Sonnabendnachmittag "De plattdüütsche Vagelhochtiet" Premiere.

Das ehemalige "Rolf und seine Freunde"-Kind Sandra Keck inszenierte den 1977 entstandenen Klassiker von Rolf Zuckowski, einen seiner ersten großen Erfolge. Zuckowskis Geschichte von werdenden Vogeleltern, die ein Vogelbaby aufziehen, hat nun mindestens schon drei Generationen von Kindern mit ihren zwölf Liedern verzaubert. Sandra Keck übertrug sämtliche Texte, gemeinsam mit Maren Lienau, ins Plattdeutsche und dachte sich eine passende Rahmenhandlung mit zwei vogelfreundlichen Schreckgestalten aus.

Die beiden grummeligen Vogelscheuchen Waltraud (Edda Loges) und Hermann (Horst Arenthold) sind ihre Aufgabe leid und möchten, weil sie Vögel doch eigentlich so gerne haben, einmal bei einer Vogelhochzeit dabei sein. Aber wie soll das gehen? Schließlich verkleiden sie sich als zwei Bäume und können so ein frisch verliebtes Amselpärchen (Lena Inter, Maurice Schneider) beobachten. Nach kurzer Zeit gesellt sich noch ein lauthals quakendes Entenpaar (Beate Kiupel, Axel Stosberg) dazu, und die vier brüten ihre Eier aus und ziehen die Kinder groß.

Die süßen Küken (aus der Finkwarder Lütt Speeldeel: Anne-Sophie Jahncke, Julia Burmeister, Gina Lühr sowie Alina Schmolke) und das bunte Bühnenbild begeisterten die kleinen und auch die erstaunlich zahlreichen großen Zuschauer, wobei sich die Begeisterung bei den Kindern wiederholt in ein spontanes "quaaak, quak, quak" verwandelte.

Bei der zweiten Vorstellung am späten Sonnabendnachmittag war Rolf Zuckowski persönlich zugegen, um die Zuschauer mit seiner Gitarre und bekannten Liedern wie "Immer wieder kommt ein neuer Frühling" oder "Stups, der kleine Osterhase" auf den Frühling und das Stück einzustimmen. Die meisten Kinder konnten die Lieder des 59-jährigen gebürtigen Hamburgers mitsingen. Daher war es vermutlich kein Problem für sie, die eine oder andere plattdeutsche Vokabel in dem Singspiel nicht recht zu verstehen.

Weitere Vorstellungen in diesem Jahr sind vom 5. bis zum 7. September jeweils ab 11 Uhr geplant sowie 2008 im Februar, April und Juli.

  • Die Vorstellungen 2008 sind vom 25.-27. Februar, 6.-9. April und 13.-16. Juli. Sie beginnen alle um 11 Uhr.hpam

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