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Kultur & Live

Sofia Gubaidulina: Erst spielte Gidon Kremer, dann überreichte Karin von Welck den Bach-Preis

"Bachs Musik war für mein ganzes Leben maßgebend"

HAMBURG. Ich bin glücklich heute. Und unendlich dankbar", erklärte Sofia Gubaidulina, nachdem Kultursenatorin Karin von Welck ihr beim Senatsempfang im Brahms-Foyer der Laeiszhalle den mit 10 000 Euro dotierten Bach-Preis der Hansestadt überreicht hatte. "Der Preis, der den Namen Bachs trägt, ist für jeden Komponisten die höchste Auszeichnung. Bachs Musik war für mein ganzes Leben maßgebend. Ich bewundere seine Geisteskraft, seine intellektuelle und emotionale Genialität, die Vollkommenheit seiner musikalischen Form."

In seiner Laudatio hob Elmar Lampson, Präsident der Musikhochschule, die Vielseitigkeit der Musikerin hervor, die transzendentale Dimension ihres Werks, die tiefgründige Stille ihrer Klangsprache. "Wie das Werk Bachs ist das Werk Gubaidulinas von Symbolen des Christentums durchdrungen", begründete er die Jury-Entscheidung. Gubaidulina habe eine "Brücke zwischen östlichen und westlichen Musiksystemen geschaffen".

Außerdem wurden drei junge Kollegen der 75 Jahre alten Komponistin mit einem Stipendium in Höhe von jeweils 5000 Euro bedacht: Ruta Paidere aus Lettland, die in Riga und Hamburg studierte, und die Hamburger Jan Dvorak und Jan Feddersen.bbr

 

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