Justus von Grone, ehemals Gymnasium Ohlstedt
"Auf die erste Schwarze Tafel wurde ich bei einem Spaziergang am Jungfernstieg aufmerksam, sie war der Hamburger Zweigstelle der Widerstandsgruppe Weiße Rose gewidmet", sagt Justus von Grone. Eine weitere Schwarze Tafel fand der damalige Gymnasiast am Thalia-Theater. Seine Neugier war geweckt, und auf seine Nachfrage beim Denkmalschutzamt erfuhr der 22-Jährige, dass die Tafeln zu 30 Tafeln gehören, die an die "Stätten der Verfolgung und des Widerstandes 1933 bis 1945" in Hamburg erinnern. Sie sollen "verdrängte und unterdrückte Aspekte der Hamburgischen Geschichte im Hinblick auf die fatale Rolle der NS-Herrschaft 1933 bis 1945 in Hamburg ins Bewusstsein der Öffentlichkeit heben", so die Auskunft der Kulturbehörde in Hamburg. "Vieles war für mich neu, ich wusste bis dahin nicht, das Hamburg mehrere kleine Widerstandsgruppen hatte", sagt Justus von Grone. Er wollte die Tafeln auch für andere, besonders junge Leute ins Bewusstsein rücken und begann, 18 Tafeln an verschiedenen Orten in Hamburg zu fotografieren. Seine 50 mal 60 Zentimeter großen Schwarz-Weiß-Fotografien stellte er zu einer Ausstellung zusammen, die er in seiner ehemaligen Schule, dem Gymnasium Ohlstedt, und in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zeigte. Derzeit plant er eine Wanderausstellung für Schule, für die er auch Fragebogen konzipert hat. "Besonders den jungen Leuten möchte ich die schwarze Topografie von Hamburg ins Bewusstsein bringen", sagt der Student der Betriebswirtschaft über seine Motivation.




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