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Kultur & Live

Klasse R 8, Charlottenburger Straße

In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 setzten Nazis auch die größte Synagoge Norddeutschlands in Brand. Zum Gedenken an diese Tat wurde ein Bodenmosaik in Form des Grundrisses der Synagoge installiert, das seit 2003 Schülerinnen und Schüler der Realschule Charlottenburger Straße instand halten. Der Klasse R 8 aber reichte die Pflege des Mahnmals nicht, sie wollte diesem Verbrechen noch tiefer auf die Spur kommen. Also haben die Kinder in Archiven den genauen Standort der Synagoge recherchiert, haben Gelder beschafft, Genehmigungen eingeholt und im Oktober 2006 unter Aufsicht eines Museumspädagogen begonnen, am Ort der Synagoge zu graben. Nach drei Tagen entdeckten sie erste Überreste des Gebäudes, kurz darauf verbrannte Mauern.

Anschließend haben sie die Stätte wieder zugeschüttet. Doch zuvor haben die Schüler eine Flaschenpost mit einem Bericht über ihre Aktivitäten hinterlassen. Die Grabungsstelle wurde mit einem Davidstern aus gelben Narzissen bepflanzt.fil

 

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