Dienstag, 14. Februar 2012, 06:54

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Kultur & Live

Herzige Zoogeschichten aus Leipzig

Serie: Tierärztin Dr. Mertens. 20.15 Uhr ARD

Das Risiko ist überschaubar. Denn wenn Fernsehmacher sich auf etwas relativ sicher verlassen können, dann sind es Tiere. Die sieht der Zuschauer immer wieder gern. Und wird also vermutlich auch brav einschalten, wenn im Ersten von heute Abend an "Tierärztin Dr. Mertens" praktiziert.

Dass die Geschichte um Frau Doktor (Elisabeth Lanz), die vom Leben als Vollzeitmama gegen den Widerstand ihres nervigen Macho-Gatten (Horst-Günter Marx) den Sprung zurück in den Beruf wagt, bekannt klingt, liegt übrigens nicht nur daran, dass ähnliche Drehbücher schon öfter verfilmt wurden. Susanne Mertens durfte 2003 schon einmal einen kleinen Affen behandeln. Damals einen Abend lang mit Christina Plate in der Hauptrolle. Die Österreicherin Elisabeth Lanz kümmert sich nun (vorerst) 13 Folgen lang um Löwen, Giraffen und Elefanten. Denn die Praxis der Tierärztin ist nach wie vor der Leipziger Zoo. Was sich schon deshalb trifft, weil die ARD zu diesem Zoo bereits durch ihre Dokusoap "Elefant, Tiger & Co." Kontakte geknüpft hat.

Für Hauptdarstellerin Elisabeth Lanz, die privat selbst am liebsten einen kleinen Bauernhof hätte, ein Traumjob. "Die Arbeit mit den Tieren war aufregend und hat mich sehr bereichert", sagt sie. Auch wenn sie anfangs ein bisschen Angst vor den Elefanten hatte und Affenbaby Momo, das in der ersten Folge heute eine Adoptivmutter sucht, ihr beim Dreh schon mal flink die Bluse aufknöpfte.

Die Fälle der Patienten, die Lanz als "Dr. Mertens" behandelt, hat die ARD in enger Zusammenarbeit mit dem Leipziger Zoo entwickelt. Auch, weil "wir Tiere im Zoo nicht verniedlichen, sondern authentisch zeigen wollen", wie Produzent Oliver Vogel sagt. Viele Geschichten wie die von Äffchen Momo, das in der fünften Folge einen Darmverschluss erleidet und in einer Kinderklinik gerettet wird, sind zuvor tatsächlich so ähnlich passiert. Was nicht heißt, dass am Set alles wie von selbst lief. "Wer mit undressierten Zootieren filmt, muss viel improvisieren", sagt Oliver Vogel. So hatte ein Erdmännchen bei seinem entscheidenden Auftritt partout keine Lust, sich drehbuchgemäß aufzurichten.

Von solch herzigen Protagonisten, so hofft ARD-Programmdirektor Günter Struve, sollen möglichst drei bis vier Staffeln erzählen. Und fünf Millionen Zuschauer zusehen. Vorausgesetzt, die Regel, dass Tiere immer ziehen, gilt tatsächlich noch.

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus