Urlaub von der Oper
Edita Gruberova: Gala-Liederabend in Hamburg. Die Grande Dame des Belcanto singt Mozarts "Veilchen", Schuberts "Forelle" und andere Lieder.
Hamburg. "Opern sind wie die riesigen Ölbilder in einer Galerie, bei denen man sich immer wundert, was sie doch alles an Details beinhalten", sagt Edita Gruberova, "die Lieder dagegen sind die kleinen Zeichnungen, die oft große Dinge behandeln." Deshalb ist das Lied für die Sängerin auch "wie Urlaub von der Oper".
Diese wohlverdiente Pause von der großen Bühne gönnt sich die Grande Dame des Belcanto ("Diva oder all diese Bezeichnungen - das war mir immer wurscht") jetzt bei einem Gala-Konzert in Hamburg. Auf dem Programm stehen Lieder von Mozart (u. a. "Das Veilchen"), Schubert (u. a. "Die Forelle"), Strauss (u. a. "Rothe Rosen") und Dvorak. Begleitet wird die Kammersängerin von dem Harnoncourt-Schüler Friedrich Haider; bei Schuberts "Der Hirt auf dem Felsen" wirkt außerdem der Klarinettist Patrick Messina mit.
Ans Aufhören denkt die 59jährige "slowakische Nachtigall" noch lange nicht. Musik sei für sie wie eine Droge: "Ich kann und will nicht aufhören. Ich bin seit 37 Jahren auf diesem Karussell. Aber ich versuche es langsam zu bremsen." Wenn sie mal nicht singt, gräbt sie in ihrem Garten am Zürichsee und spricht mit den Blumen - "Das tut ihnen gut!"



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