Professor Akin
Menschlich gesehen
Nachwuchsförderung ist ein Stichwort, das im Hause Fatih A k i n (32) schon seit einiger Zeit eine große Rolle spielt, denn im September wurden der Regisseur und seine Ehefrau Monique Eltern eines Sohnes, und so etwas verändert ja einiges an den bisher gewohnten Tagesabläufen. Jetzt erhält der Begriff für Vater Fatih auch noch eine akademische Komponente, denn er wird Gastprofessor an der Hochschule für bildende Künste (HfbK) in Hamburg.
Eine Hochschulkarriere war dem in Hamburg geborenen und aufgewachsenen Sohn aus der Türkei eingewanderter Eltern nicht gerade in die Wiege gelegt worden. Noch als Jugendlicher war er als Mitglied einer Altonaer Straßengang in handgreifliche Auseinandersetzungen verwickelt.
Aber es geht ja auch anders. Der ebenso temperamentvolle wie zielstrebige Regisseur, der in seiner Freizeit häufiger in Szene-Kneipen als DJ Superdjango auflegt - welcher Professor macht das schon? - , hat sich als Filmkünstler durchgesetzt und ist mit seinen nationalen und internationalen Erfolgen ein Aushängeschild der Filmstadt Hamburg geworden.
Mit der Berufung an die HfbK schließt sich ein Kreis. Hier hat er selbst studiert und im Jahr 2000 sein Diplom gemacht. Übrigens erst nach seinem Durchbruch mit "Kurz und schmerzlos" - er hatte vorher einfach zuviel zu tun.




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