Erst Verlobte, dann Flittchen
Treffen mit Hansi. Hansi braucht Trost. Seine Verlobte hat im weltweiten Netz nach sexueller Erfüllung gesucht, ist dabei auf einen professionellen Vermittler für unterleibsorientierte Eskapaden gestoßen und war so schlau, die Internet-Adresse der Agentur unter "Favoriten" abzuspeichern. Hansi hat sich die Abenteuerseite dann mal näher angesehen, eins und eins zusammengezählt und ein paar Tage später seine Verlobte mit diesem - wie er sagt - "Lappen" erwischt. Nun, er muß den Lappen ziemlich kräftig ausgewrungen bzw. "fast umgebracht" haben, wie Jutta heute behauptet. Hansi hingegen sagt, daß alles nicht so schlimm gewesen sei, überhaupt habe der Kerl ja einen Beruf, der überwiegend sitzende Tätigkeiten erfordere. Ach so, Jutta ist natürlich nicht mehr seine Verlobte, sondern ein "Flittchen allererster Güte", zumindest nennt Hansi sie jetzt so. (Übrigens, Jutta: Hansi sagt, du sollst den Rest deiner Klamotten innerhalb der nächsten drei Tage aus dem Treppenhaus schaffen, sonst fliegt der Krempel in die Tonne.)
Was sagen Sie? Okay, ja doch, auch Männer machen so etwas, habe ich das etwa abgestritten? Wir stellen uns nur wesentlich klüger dabei an. Wir kommen direkt aus den Betten fremder Frauen und machen es gleich im Anschluß daheim noch einmal. Da gibt es keine Migräne, oh nein, wir ziehen das durch! Wir kommen auch nicht plötzlich mit Blumensträußen an oder helfen im Haushalt, nein, wir sind wie immer. Träge, müde, langweilig. Okay, auch unter Männern gibt es solche, die ihre Partnerin für dämlich halten. Überstunden in der Firma, obwohl im TV ein Länderspiel läuft, wer soll das glauben? Oder mitten in der Woche die Unterwäsche wechseln, das schreit doch geradezu nach erhöhter Aufmerksamkeit seitens der Frau. Nein, wenn Seitensprünge für den Mann ohne schwerwiegende soziale Folgen (z. B. schmutzige Badewanne, kein warmes Essen mehr) bleiben sollen, ist eine gewisse Intelligenz gefragt.
Der Mann, der seinen Seitensprung klug plant, läßt zum Beispiel über einen längeren Zeitraum kleine Zettel mit Telefonnummern in der Jackentasche stecken. Die Telefonnummern gehören aber nicht zu geheimnisvollen Frauen, sondern zu Baumärkten, Herstellern von Hochdruckreinigern oder Kleintierhandlungen. Die Frau findet diese Zettel, wird nervös, macht ein paar Kontrollanrufe und stellt dann nach einer Weile erleichtert fest, daß sie mit einem liebenswerten Volltrottel liiert ist und sich keinerlei Sorgen machen muß. Und dann kann's endlich losgehen!




Branchenbuch Hamburg
Trabrennbahn Hamburg


100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages



