Prozeß zum Mord an Paul Klebnikov
Moskau. Die russische Staatsanwaltschaft hat am vergangenen Montag Anklage gegen einen aus Tschetschenien stammenden Mann erhoben, der den Journalisten Paul Klebnikov erschossen haben soll. Der russischstämmige US-Amerikaner Paul Klebnikov war Chefredakteur der russischen "Forbes"-Ausgabe. Im Juli 2004 war er unweit der Redaktion auf der Straße niedergeschossen worden. Als mögliche Motive für den Auftragsmord gelten ein Buch über einen tschetschenischen Warlord, das Klebnikov veröffentlicht hatte, und eine umstrittene Liste der reichsten Russen, die er im "Forbes" abdrucken ließ. Paul Klebnikov hatte sich außerdem ausführlich mit den zwielichtigen Machenschaften des Exil-Milliardärs Boris Beresowski befaßt und hatte sich kurz vor seinem Tod angeblich intensiv für das organisierte Verbrechen in der Wolgastadt Toljatti und dem dortigen Lada-Werk interessiert.




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