Neue Töne an der Musikhochschule?
Kommentar
Die Ära Rauhe an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater ist nach 26 Jahren in diesem März zu Ende gegangen. Recht zügig haben sich die Findungskommission und der Hochschulrat nun auf einen Nachfolger verständigt - Elmar Lampson soll es werden, ein weithin unbekannter Musikprofessor von der privaten Universität Witten/Herdecke. Eine halbe Hamburger Lösung ist es zudem, denn der Kandidat hatte bereits Kontakte mit der Hamburger Hochschule geknüpft.
Einstimmig erfolgte seine Benennung, was Eintracht suggeriert, aber partout nicht stimmt. Denn an der Musikhochschule stehen sich zwei Fraktionen einigermaßen unversöhnlich gegenüber - die so genannten Künstler und die Musikpädagogen. Es war das Verdienst von Hermann Rauhe, dass er die Hochschule den modernen Anforderungen angepasst hat, etwa mit der Einführung neuer Studiengänge für Jazz und Popularmusik, für Musiktherapie, Multimediales Komponieren und Kulturmanagement. Das hat nicht allen gefallen, mancher hätte das Rad jetzt gern zurückgedreht. Da steht ein Präsident Lampson für Kontinuität. Von ihm ist zu erwarten, dass er die Erneuerung energisch und inspiriert vorantreiben wird. Aber er wird auch tiefe Gräben zuschütten müssen.



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