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Kertesz' neuer Roman "Liquidation"

Frankfurt/Main. Auch in seinem neuen Roman "Liquidation" widmet sich Imre Kerteesz Auschwitz und den Folgen. Damit setzt der ungarische Nobelpreisträger seine Auseinandersetzung mit diesem Thema fort, das er bereits in seinen Romanen "Kaddisch für ein nicht geborenes Kind" und "Roman eines Schicksallosen" behandelt hatte.

In "Liquidation" steht ein Schriftsteller im Mittelpunkt, der in Auschwitz geboren wurde und durch glückliche Umstände überlebt hat. 1990 nimmt er sich überraschend das Leben. Wiederum zehn Jahre später versucht ein befreundeter Lektor, die Umstände des Todes zu rekonstruieren. Dabei geht es vor allem um ein Theaterstück mit dem Titel "Liquidation", das er im Nachlass des Schriftstellers gefunden hat und das die Vorfälle nach dessen Tod präzise vorwegnimmt.

In dem meisterhaft komponierten Roman wechseln nicht nur die Erzählperspektiven, sondern auch die literarischen Gattungen. (Suhrkamp Verlag, 142 Seiten, 17,90 Euro).

Kertesz wird in Kürze in Hamburg zu Gast sein. Am 28. Januar eröffnet er mit einem Vortrag die überarbeitete Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941- 1944" auf Kampnagel.dpa

 

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