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Kultur & Live

Die Kripo jagt Quoten

Docu-Fiction: Zwei echte Kommissare aus dem Ruhrgebiet, die ihre Fälle im Vorabendprogramm bei SAT.1 lösen.

Bei SAT.1 werden sie als Helden gefeiert - die Kriminalhauptkommissare Cornelia Niedrig und Bernhard Kuhnt. Denn sie bescheren dem Privatsender die so lange ersehnte Traumquote am Vorabend. Jahrelang hatten die Programmverantwortlichen versucht, das hartnäckige Tief in der Zeit von 17 bis 19 Uhr zu überwinden. Bis sie das so genannte "Doku-Fiction"-Format ("Richterin Barbara Salesch") vom Nachmittag auch für den frühen Abend erschlossen. Seitdem geht es bergauf. Nach der erfolgreichen Etablierung von "Lenßen & Partner" im März kamen im April "Niedrig und Kuhnt" hinzu. Die beiden Beamten, die im wirklichen Leben tatsächlich Polizisten sind, bescherten dem Berliner Privatsender in den ersten 19 Folgen bis zu 2,1 Millionen Zuschauer und damit einen durchschnittlichen Marktanteil von 21,2 Prozent bei den 30 bis 49-Jährigen. Nach einer kurzen Pause am Ende der ersten Staffel wird jetzt voll auf die beiden Ruhrpott-Kommissare gesetzt. Von Montag bis Freitag gehen sie auf Verbrecherjagd, diesmal für unbegrenzte Zeit. Die Fälle sind ausgedacht, aber möglichst lebensnah konzipiert. Es handelt sich ausschließlich um Kapitaldelikte. Um Verbrechen also, die die beiden aus ihrem Dienstalltag kennen. Denn: Cornelia ("Conny") Niedrig war bis zuletzt in Recklinghausen für Sexualdelikte zuständig. Bernhard ("Bernie") Kuhnt arbeitete in Duisburg in der Abteilung Organisierte Kriminalität. Im Fernsehen gehen die Polizisten bei ihren Ermittlungen vor, wie sie es aus ihren 20 Dienstjahren kennen - er ruppig und direkt, sie sachlich und kühl. Den beiden ist wichtig, dass ihre Sendung ein realistisches Bild der Polizeiarbeit abgibt. "Viele Leute haben merkwürdige Vorstellungen von der Polizei", sagt Conny Niedrig. "Durch die Sendung wollen wir unsere Arbeit transparent machen. Wir wollen Möglichkeiten, aber auch Beschränkungen aufzeigen - eben das reale Leben abbilden." Deshalb sollen die beiden auch möglichst authentisch bleiben. Sie erhalten zwar Sprechtraining, aber keinen Schauspielunterricht. Einfach ihren Job sollen sie spielen - mit einer kleinen Vorgabe: Jeder Fall muss in genau 25 Minuten gelöst sein. Magazin: Niedrig und Kuhnt. 17.00 Uhr SAT.1

 

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