Konzert-Kritik: Nathan Quartett und G-Strings
Elfen in Sektlaune - ein Streicher-Abend
Einen "bunten Abend" nannte der moderierende Geiger Stefan Pintev das gemeinsame Konzert von Nathan Quartett und G-Strings im Kleinen Saal der Laeiszhalle. Und in der Tat war vom Streichergebnis her von großartiger Unterhaltung bis zu großer Kunst an diesem Abend alles dabei.
Foto: Heike_Linde-Lembke
Hamburg. Einen "bunten Abend" nannte der moderierende Geiger Stefan Pintev das gemeinsame Konzert von Nathan Quartett und G-Strings im Kleinen Saal der Laeiszhalle. Und in der Tat war vom Streichergebnis her von großartiger Unterhaltung bis zu großer Kunst an diesem Abend alles dabei.
Enttäuschend fiel leider Ludwig van Beethovens Streichquartett f-Moll op. 95 aus. Von den jähen, auch nach 200 Jahren noch frappanten Stimmungswechseln und Brüchen in diesem schroffsten aller Beethoven-Quartette merkte man wenig. Außerdem sorgte manche Trübung in der Intonation für einen eher quäkigen Quartettklang.
Mit Felix Mendelssohn Bartholdys Oktett op. 20 aber war das alles vergessen. Was G-Strings und Nathan Quartett mit vereinten Kräften aus dem jugendlichen Geniestreich machten, war schlicht grandios. Acht Musiker im Halbrund, die sich die Bälle zuwerfen, die Musik bis in die feinste Verästelung zum Leuchten und den Saal zum Klingen bringen. Das trippelte, funkelte und federte im Scherzo wie ein ganzer Wald voller Elfen in Sektlaune.
Groovig und elektronisch verstärkt ging es mit der bewährten G-String-Mischung aus Jazz, Latin und Rock-Nummern nach der Pause weiter. Ihre Percussion-Effekte haben die fünf Streichervirtuosen inzwischen so perfektioniert, dass man unwillkürlich Ausschau hält, ob da nicht doch was vom Band kommt. Kommt es nicht. Die G-Strings sind wirklich so gut.




Branchenbuch Hamburg


100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages




