Berlinale
Nischen für die Filmkunst
Und wieder hat ein Außenseiter gewonnen: "La Teta Asustada - Milk of sorrow", der erste peruanische Beitrag, der je auf der Berlinale lief. Man kann...
Und wieder hat ein Außenseiter gewonnen: "La Teta Asustada - Milk of sorrow", der erste peruanische Beitrag, der je auf der Berlinale lief. Man kann den Kopf schütteln über diese exotische Wahl: Wer will das sehen? Fatih Akins "Gegen die Wand" von 2004 war wohl der letzte Gewinner, den man einen Publikumsfilm nennen kann. Mag alles sein. Aber Berlinale, das ist eben nicht nur Hollywood im Kleinformat und Event - auch wenn die Berichterstattung in diese Richtung tendiert. Berlinale, das sind auch: ambitionierte, abwegige Filme aus aller Welt; kleine, feine Produktionen, die im normalen Kinogeschäft untergehen, für die hier aber Filmfans Schlange stehen. Man muss froh sein, diese Filme in Berlin zu finden, weil man ihnen im Kino oder Fernsehen nicht mehr begegnet. Wenn man Glück hat, gibt es sie irgendwann auf DVD. Die Berlinale bietet Filmen wie "Milk of sorrow" ein wichtiges Forum. Alles andere ist Geschmackssache.




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