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Kultur & Live

Zeitschriftenverleger: Verleihung der Goldenen Victoria

Süper Freunde dank Fußball

Aktionen während der EM 2008 unterstützten die deutsch-türkische Verständigung.

Berlin/Hamburg. Es war der Abend eines einflussreichen Medienmannes: Aydin Dogan, zu dessen Unternehmen neben den Massenblättern "Hürriyet" und "Milliyet" sechs weitere überregionale Tageszeitungen, 24 Zeitschriften sowie drei große Fernsehsender gehören, wurde für seine Verdienste um die deutsch-türkische Freundschaft geehrt, der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger zeichnete ihn in Berlin mit der Goldenen Victoria aus. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) würdigte den 72-Jährigen als Persönlichkeit, die sich nicht auf den Handel mit Informationen beschränkt, sondern dies in einer Weise tut, die Menschen über Grenzen und Unterschiede hinweg näher zueinander bringt.

Zuletzt hatte Dogan durch die gemeinsame Presse-Aktion von "Hürriyet" und der "Bild"-Zeitung (Verlag Axel Springer) zum Halbfinalspiel der Fußball-EM 2008 zwischen Deutschland und der Türkei für Aufsehen gesorgt - und breite Anerkennung erhalten. Dass die Stimmung zwischen türkischen und deutschen Fußballfans während der Europameisterschaft überwiegend friedlich und freundschaftlich war, war nicht zuletzt auf die positive Berichterstattung zurückzuführen. Auch andere Zeitungen hatten mit Artikeln in deutscher und türkischer Sprache zu Freundschaft und Besonnenheit aufgerufen.

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In seiner Dankesrede bekräftigte Dogan seine Verlagspolitik im Dienste der Integration. Künftig sollen in seinen Publikationen Berichte und Nachrichten aus Deutschland einen größeren Platz erhalten. "Unser Ziel ist es, die Wahrnehmung der Kulturen als Gegensätze zu ändern und in einem friedvollen Miteinander zu präsentieren." Der in Hamburg lebende Filmemacher Fatih Akin ist für Dogan ein hervorragendes Beispiel von Integration.

Die Chefredakteure von "Hürriyet" und der "Bild"-Zeitung gingen noch einen Schritt weiter. Ertugrul Özkök und Kai Diekmann haben im September zusammen das Buch "Süper Freunde" herausgegeben. Sie haben Prominente und weniger Prominente nach Vorbehalten, Vorurteilen, Vorlieben gefragt, der Untertitel lautet passenderweise: "Was Deutsche und Türken sich wirklich zu sagen haben".

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kaf

 

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