Marienvesper in St. Katharinen
Ansprechendes Niveau mit verschwommener Akustik
Es spricht für die Qualität der kirchenmusikalischen Landschaft, dass sich ambitionierte Hamburger Kantoren nicht auf die oratorischen Selbstgänger von Bach bis Brahms beschränken, sondern die ganze Bandbreite des Repertoires im Blick behalten.
So wie Andreas Fischer, der nun mit seiner Kantorei St. Katharinen Monteverdis kunstvoll-klangprächtige (und erzkatholische) "Marienvesper" aufgeführt hat. Mit deutlichen, hoch ausgreifenden Gesten animierte er seine knapp 70 Laiensänger zu einer konzentrierten, lebendigen Darbietung auf ansprechendem Niveau.
Leider kam dabei ein Großteil der sorgfältigen Sprachartikulation und dynamischen Ausgestaltug nur verschwommen beim Hörer an denn viele Differenzierungen fielen der streng genommen konzertuntauglichen Akustik in St. Katharinen zum Opfer, die auch dem Instrumentalensemble das Leben schwer machte: Bei manchen räumlichen Echowirkungen geriet das komplexe rhythmische Gefüge spürbar ins Schwanken. Dagegen kamen die fünf renommierten Gesangssolisten vergleichsweise gut durch und sorgten so für die stärksten Momente eines Konzerts, das am Ende zunächst ganz still und dann mit ausgiebigem Beifall für alle Beteiligten gewürdigt wurde.



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