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Kultur & Live

Seal im Park: Kurzer Auftritt ohne Zugabe

Hamburg. Seal kann Lieder davon singen, wie man Frauen glücklich macht. "Es ist nicht so leicht", sagte der 45-Jährige am Sonntagabend bei seinem Open-Air-Auftritt im nicht ganz ausverkauften Stadtpark. Doch er bewies gleich, dass es zumindest einfach ist, die Damenwelt kurzzeitig zu begeistern: Der Schmuseriese, ganz in Weiß, drückte einem weiblichen Fan einen Schmatzer auf.

Damit hatte der Sänger wenigstens einen Fan beglückt. Die anderen 3200 Besucher, die bis zu 60 Euro pro Ticket hingeblättert hatten, ließ der Star nach nur 80 Minuten etwas unbefriedigt zurück: Sang- und klanglos verschwand Seal ohne Zugabe, es gab Pfiffe und Buhrufe.

Zuvor hatte er eine kurze, aber durchaus unterhaltsame Show abgeliefert. Unterstützt von drei Musikern präsentierte der Mann mit der Soul-Stimme, die zuweilen vom Sound verschluckt wurde, neben alten Hits ("Kiss From A Rose", "Crazy") auch Lieder seines aktuellen Albums "System". Und bei schnelleren Songs zeigte Mr. Klum einen Hüftschwung, den Laufsteg-Trainer Bruce Darnell den Model-Küken in Heidi Klums Castingshow nicht besser hätte vormachen können.

"Schön, wieder hier zu sein", rief Seal seinen Fans zu. Die hätten es noch schöner gefunden, wenn er länger geblieben wäre.vas

 

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