Menschlich gesehen
Jazz heißt frei sein
Der Jazz ist für ihn eine Herzensangelegenheit. "Ich habe schon als junger Mensch Klassik und Jazz gespielt", sagt Ernst Arnold Langner (65). "Die Improvisation ist eine ideale Möglichkeit, kreativ zu sein." Eine Fähigkeit, die ihm später auch in seinem Beruf als Unternehmer nützlich war.
Als Sohn eines Einzelhändlers wuchs Langner im Cuxhavener Raum auf. Früh erlernte er das Spiel auf der Klarinette, dem Saxofon und dem Klavier. Die Musik hat den promovierten Wirtschaftswissenschaftler sein Leben lang begleitet - auch als er eine große Einzelhandelsgruppe in Norddeutschland aufbaute. Heute ist er als internationaler Investor tätig.
2004 rief der in zweiter Ehe verheiratete Hamburger mit Wohnsitz in Winterhude die gemeinnützige Dr.-E.-A.-Langner-Stiftung ins Leben. (S. 8) Die Motivation, jährlich drei Arbeitsstipendien für hoffnungsvolle Jazzmusiker auszuloben, hat einen ganz persönlichen Hintergrund. Als Vierzehnjähriger hatte ihn ein Musiklehrer auf dem Cuxhavener Gymnasium unter Druck gesetzt, er dürfe seine Schulklarinette nur behalten, wenn er Klassik spiele. Mit der "Niggermusik" müsse er aufhören. Langner jazzte weiter im Nachbarort Stade.
"Ich habe mich als junger Mann freigespielt", sagt er. Und genau das will er heute auch dem Jazznachwuchs ermöglichen.



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