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. . . und Tschüs!

Bücher, die man nicht braucht

Es gibt sie überall, tausendfach: Wissenslexika - gesammeltes Wissen in komprimierter Form. Erläutert wird kurz, worum es geht und was man wissen sollte.

Kathrin Passig und Aleks Scholz läuten mit ihrem "Lexikon des Unwissens" eine neue Ära in der Geschichte der Nachschlagewerke ein. Ihr Buch über das Unwissen möchte Antworten geben auf das, worauf es bisher keine Antworten gibt. Dieser Anspruch ist in Zeiten der multimedialen Informationssuche sehr gewagt - ein Klick, und schon kann der Unwissende das Wissen nachschlagen, das er nicht weiß.

Passig und Scholz erläutern in ihrem Buch 42 Themen, die sie zum Unwissen erklären. Auf durchschnittlich vier Seiten rollen sie die einzelnen Wissensgebiete wie etwa "Ejakulation, weibliche", "Roter Regen" oder "Voynich Manuskript" auf und versuchen all das zu erklären, was der Leser nicht wissen könnte. Leider scheinen die Themen rein willkürlich ausgewählt worden zu sein, und leider vermitteln die Autoren in langen Sätzen eher Nebensächlichkeiten als Wissenswertes.

Das "Lexikon des Unwissens" ist wohl ein Versuch, mit Wissen neu umzugehen und sich durch den ungewöhnlichen Buchtitel von herkömmlichen Nachschlagewerken abzugrenzen. Die Abgrenzung ist gelungen - leider vom gesamten Buchmarkt.

  • Kathrin Passig/Aleks Scholz: Lexikon des Unwissens. Worauf es bisher keine Antworten gibt. Rowohlt Berlin, 255 S., 16,90 Euro .hpkh

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