Trügerische Wahrnehmung
Galerie Intern
Michael Dörner erhält den Edwin-Scharff-Preis für 2006. Ausdrücklich ehrt die Jury in ihrer Begründung das Gesamtwerk des vielseitigen Hamburger Installationskünstlers und Inititators des Kultur-Veranstaltungsraums Blau. Zurzeit arbeitet Dörner an "Lolita", einer Kombination aus kegelförmigen Lollis und Soldatenzitaten für den vor Kurzem eröffneten Kunstraum M1 in Hohenlockstedt bei Itzehoe. Mit verführerischen Materialien wie Fruchtgummi widmet sich Dörner der Wechselwirkung von (trügerischer) Wahrnehmung und Erkenntnis.
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Im Hafenklang Exil, Große Bergstraße 178, heißt es noch bis zum 24. Juli "Fight Lookism". Hinter dem Titel versteckt sich ein künstlerischer Angriff auf alles, was optischen Normierungen unterliegt - Schönheitsideale, Kleider-Codes, Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Aussehens. Am 12. Juli, Beginn 21 Uhr, findet eine Konzertnacht statt. Weitere Informationen unter www.lookism.info. Geöffnet mo-fr ab 11, sa ab 13 Uhr mit Open End.
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Ihre Zeichnungen und Kleinstskulpturen wirken in ihrer sorgsam-akribischen Ausführung altmeisterlich. Erst beim zweiten Hinsehen erkennt man, dass Bea Emsbachs Personal nicht aus vergangenen Zeiten, sondern von heute ist. Und in undefinierbaren Nöten steht. Es ist mit Kabeln und Schläuchen verbunden oder mit Bandagen verstrickt. Die Offenbacher Künstlerin stellt sich am 10. Juli, 19 Uhr zu einem Künstlergespräch in der Galerie Hengevoss-Dürkop. Ihre Ausstellung ist dort noch bis 13.7. sowie vom 21. bis 31. August zu sehen.
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Nach Wasser, Feuer und Erde ist diesmal die Luft dran: Die 21. Schüler-Kunst-Ausstellung in der Hauptkirche St. Katharinen widmet sich bis zum 2. September dem immateriellen Element. Biblische Wesen wie Engel, aber auch ökologische Aspekte wie Luftverschmutzung oder physikalische Auftriebe in Form von Mobiles und Heißluftballons bereichern die Ausstellung von Schülern aller Schulformen.
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Wer sich gerne in menschenleere Landschaften hineinträumt, in tropische Vegetation, Palmenhänge oder sumpfige Flusslandschaften, sollte sich die großformatigen Bilder von Gerhard Mantz ansehen. Aber Vorsicht. Der Künstler hat die virtuelle Falle ausgelegt und seine Landschaften und Unberührte-Natur-Idyllen digital generiert. Bis 28. Juli zeigt die Galerie Caesar & Koba Mantz' Virtuelle Welten.
GALERIE INTERN gibt's alle 14
Tage im Abendblatt. Wolf Jahn,
den Autor der Kolumne, erreichen Sie unter:
galerieintern@abendblatt.de



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