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Kultur & Live

Kröten für Tröten und ein Wunschbuch

Jazz intern

Viele Musikwissenschaftler halten Jazz ja für die bedeutendste musikalische Entwicklung, die im 20. Jahrhundert stattgefunden hat. Seine Entwicklung in Ton und Bild zu verfolgen ermöglicht eine Doku-Reihe im Bayerischen Fernsehen. Am 4. Mai geht's los mit dem Kapitel "Willkommen! 1929-34". Der 2. Teil folgt eine Woche später: "Der pure Genuss! 1935-37". Bayern 3, jeweils Sonntagnacht von 1.00-2.00 Uhr.

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Musizieren macht intelligent, diszipliniert und ist gut fürs soziale Miteinander. Aber man braucht ein Instrument dafür. Kröten für Tröten heißt daher eine neue Initiative. Unter der Schirmherrschaft von Bettina Tietjen werden Kröten gesammelt, um denen, die wollen, aber nicht können "Tröten", also Instrumente, zu verschaffen. Mitbeteiligt sind der Jazzclub Stellwerk, Fachhändler, die Firma Sessionbox, die um 50 Prozent verbilligte Übungsräume zur Verfügung stellt, Schulorchester, Veranstalter von Benefizkonzerten und Lehrer der Yamaha Musicschool und des Musikervereins Jazzhaus e. V. Letztere werden auf mehreren Proben mit den Schülerbands professionell arbeiten. Internet: www.kroetenfuertroeten.de; Tel. 040-300 969-53/-48. Nächstes Schüler-Big-Band-Konzert im Jazzclub Stellwerk: 25. Mai, 21 Uhr, mit "Heiße Hörner" und "Willie's Groove".

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Wie die Heuschrecken sind in den letzten Jahren zumeist skandinavische Nachtigallen in Erscheinungsform gut aussehender, singender Frauen über uns hergefallen. Wer sich nach so viel Wohlklang die Ohren mit der Drahtbürste putzen will, kann solches am 4. Mai von Peter Brötzmann erledigen lassen. Der energetische Free-Jazz-Saxofonist alter Schule wird im Verbund mit dem Bassisten Adam Pultz Melbye und dem Schlagzeuger Haakon Berre selbst die vorbeifahrenden Güterzüge Mores lehren. Jazzclub Stellwerk im Harburger Bahnhof, 4.5., 21 Uhr, 12/10 Euro.

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Wer mal schnell was nachschlagen möchte und dazu Hamburg gern in einer Reihe mit anderen europäischen Metropolen sehen will, kann auf den Seiten von www.jazzguide.eu gucken. Mehr (oder minder) aktuelle Nachrichten, Interviews, Rezensionen und Informationen rund um den lokalen und internationalen Jazz ergänzen den Hamburger Konzertkalender.

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Wer Jazz nicht nur mit den Ohren hört, sondern auch mit den Augen verfolgt, dem sei ein Foto- und Wunschbuch des Jazz empfohlen. Pannonica de Koenigswarter (1913-88), Jazzfan, Muse und Retterin so manchen Musikers (zu jeder Tages- & Nachtzeit mit einem unerschöpflichen Vorrat an Essen, Whisky, Zigaretten und Nestwärme zur Hand) versammelte darin nicht nur wunderbare Privatfotos. Über Jahre notierte sie auch je drei Wünsche von 300 Musikern, z. B. die von Art Blakey: "1. Dass du mich liebst! 2. Dass mein Sohn, sich seiner Scherereien entledigt. 3. Mich scheiden zu lassen und dich zu heiraten!" Pannonica de Koenigswarter: "Les Musiciens de Jazz et leurs trois voeux", ditions Buchet/ Castel, Paris 2006, 320 S., 35 Euro.

JAZZ INTERN erscheint alle 14 Tage.

Sie möchten Jazz-News und Geheimtipps weitergeben? Henry Altmann, den Autor der Kolumne, erreichen Sie unter: jazzintern@abendblatt.de

 

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