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Kultur & Live

Preisverleihung: Premiere für die Guntram-und-Irene-Rinke-Stiftung

Eine Gürtelschnalle für die Fußball-Lyrik

Die Herausgeber Raoul Schrott und Wend Kässens sind die ersten Rinke-Preisträger.

HAMBURG. Hamburg wird 2012 nicht Gastgeber der Olympischen Spiele sein und 2010 nicht "Europäische Kulturhauptstadt". Macht gar nichts. Der österreichische Autor Raoul Schrott und der Leiter der NDR-Literaturredaktion, Wend Kässens, machen mit ihrer Fußball-Anthologie "Dichter am Ball" vor, wie man auch ohne Titel nicht nur sportlich, sondern auch literarisch in der ersten Liga spielt. Für ihr Hörbuch (erschienen bei Eichborn Lido, aufgerufen durch die "Zeit" und "NDR Kultur") erhielten sie gestern den erstmals vergebenen und mit 10 000 Euro dotierten Stifterpreis "Rinke".

Mit dieser "Rinke" (alemannisch für "Gürtelschnalle", die den Preisträgern im Hotel Vier Jahreszeiten neben dem Geldpreis symbolisch überreicht wurde) will die Guntram-und-Irene-Rinke-Stiftung künftig einmal im Jahr einen Text auszeichnen, der das Lebensgefühl des vergangenen Jahres sprachlich überzeugend darstellt: "Was Bestand hat, werden spätere Generationen entscheiden. Was die Stimmung der vergangenen zwölf Monate am treffendsten widerspiegelt, entscheiden wir selbst."

Die Laudatio auf die Hörbuch-Herausgeber, die ihrerseits hochkarätige Schreiber wie Günter Grass und Ulla Hahn zum Fußball-Gedicht (und zwar sowohl schriftlich als auch selbst gelesen) überredeten, hielt der ehemalige Leiter der NDR-Abteilung "Kulturelles Wort", Hanjo Kesting. Benjamin von Stuckrad-Barre erläuterte sein Konzept eines literarischen Tagebuchs.HA

 

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