Auge auf den Kubus
Menschlich gesehen
Von "seinem Kubus" spricht Uwe S c h u b e r t. Dabei kam der Sicherheitsfachmann, der für die Bewachung des schwarzen Würfels vor der Kunsthalle zuständig ist, eher unfreiwillig zu seinem Beruf: Der 54-Jährige ist Diplomingenieur und jahrelang zur See gefahren. "Aber irgendwann ging das nicht mehr, und versuchen Sie mal, mit 50 einen neuen Job als Ingenieur zu finden", sagt der Billstedter.
Da Jammern jedoch nicht seine Art ist, hat sich der Vater zweier Töchter zur Sicherheitsfachkraft umschulen lassen und bewacht nun Museen. Was zunächst eher eine Notlösung war, hat für Schubert, dessen Frau ebenfalls als Wächterin im Museum arbeitet, mittlerweile auch Vorteile: "Ich habe Kunst zu schätzen gelernt, obwohl sie mich vorher nie interessiert hat." Schon das Gebäude selbst, beginnt er zu schwärmen, sei eine wunderbare architektonische Leistung. Bei den Werken gefällt ihm vor allem die Malerei.
Zeitgenössisches ist nicht so sein Fall, der Kubus habe aber "schon etwas Faszinierendes. Man kann einiges hineininterpretieren." Dazu hat Schubert viel Zeit. Zwölf Stunden dauert seine Nachtschicht. Mit der Arbeitszeit kann er gut leben: "Ich habe mich schon auf See daran gewöhnt." Und die Rundgänge draußen um den Kubus halten ihn wach. Zum Entspannen liest er Bücher, besonders gern Geschichten über die Seefahrt.




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