Kommentar

Mit der Ausstellung "Das schwarze Quadrat - Hommage an Malewitsch", die gestern in der Kunsthalle eröffnet wurde, wird Hamburg in den nächsten Monaten wohl auch international als Kunstmetropole wahrgenommen werden.

Mehr zum Thema

Überzeugend ist nicht nur das Konzept der Schau, die Malewitschs "Schwarzes Quadrat auf weißem Grund" in den Mittelpunkt stellt und den Besuchern zugleich vor Augen führt, wie eine der radikalsten künstlerischen Ideen des frühen 20. Jahrhunderts in Europa und Amerika provoziert und zur Auseinandersetzung angeregt hat. Als ebenso mutig wie in positivem Sinne folgenreich erweist sich auch die Beharrlichkeit, mit der sich Kunsthallendirektor Hubertus Gaßner für die Realisierung eines Kunstwerks engagiert hat, das zuvor in Venedig und in Berlin am Kleinmut der Verantwortlichen scheiterte: Jetzt steht Gregor Schneiders Kubus nicht nur als eindrucksvolles Werk vor der Kunsthalle, sondern eben auch als Symbol für Hamburgs Selbstbewusstsein als tolerante Metropole der Kunst.