KRIMINALROMAN
Der lebensbedrohliche Kampf um das Wasser
Bücher
Dass Wasser ein kostbares Gut ist, ist keine neue Erkenntnis. Und was kostbar ist, bringt Gewinn. Das gilt nicht nur für die boomende Mineralwasserbranche.
Auch auf die sich zumeist noch in staatlicher Obhut befindlichen Wasserwerke haben profitorientierte Privatunternehmen ein Auge geworfen. Davon erzählt der Stuttgarter Autor Wolfgang Schorlau in seinem Kriminalroman "Fremde Wasser".
Am Anfang stirbt eine Bundestagsabgeordnete am Rednerpult, bevor sie ein Wort sagen kann. Offenbar eine Herzattacke. Nur ihre Großmutter glaubt nicht daran - niemand in der Familie habe ein schwaches Herz, auch nicht ihre Enkelin. Dengler, Schorlaus Ermittler, übernimmt den Fall - und stößt auf Ungereimtheiten: Das Redemanuskript ist verschwunden.
Schorlau verknüpft Denglers Ermittlungen mit der Geschichte des unaufhaltsamen Aufstiegs eines skrupellosen Managers. Auch die Hamburger Wasserwerke sind - ähnlich wie die in Kiel - Objekt der Begierde. Für Dengler wird dieser Fall lebensbedrohlich.
Wasser wird bei künftigen Verteilungskriegen eine zentrale Rolle spielen. Schorlau hat das in seinem brisanten Politthriller höchst spannend thematisiert.
Wolfgang Schorlau:
Fremde Wasser
Kiepenheuer & Witsch,
272 Seiten,
7,95 Euro.



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