Unzureichend
TV-Kritik
HEIL HITLER. . .! (Mi, ARD)
Humor unterm Hakenkreuz, oft riskant. Vor allem Witze über Hitler, Goebbels und Göring. Gestapo-Spitzel fahndeten überall nach staatsgefährdender "Satyre". Rudolf Herzog hat versucht, das doppelbödige NS-Kapitel aufzuhellen. Etwas mühsam die Rückblenden, ironisch nachinszenierte Flüster-Scherze. So der Witz vom überfahrenen Schwein, das mit "Heil Hitler" übergeben wird. Halbwegs authentisch die Erinnerungen an den Berliner Kabarettisten Werner Finck, der 1935 ins KZ kam, wegen suversiver Pointen. Oder die bitteren Andeutungen des Wiener Komödianten Fritz Muliar an seine Strafkompanie-Zeit. Eher dünn Dieter Hildebrandts Witz-Reflexionen aus Flakhelfer-Jahren. Wie die Nazis Humor zur antijüdischen Stimmungsmache mißbrauchten, dokumentierte Herzog anhand widerwärtiger "Stürmer"-Karikaturen. Trotz Bemühung um Vielfalt - als Zeit-Analyse unzureichend.



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