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Kultur & Live

Biografie einer unbequemen Autorin

Oriana Fallaci, 1930 in Florenz geboren, schloss sich als Jugendliche während des Krieges antifaschistischen Gruppen an. Krieg und Kampf prägten ihr ganzes Leben. Das hochintelligente Mädchen, das in der Schule zwei Klassen übersprang, schrieb schon als 16-Jährige Reportagen. Sie unternahm viele Reisen in Kriegs- und Krisengebiete, aus denen sie ihre Berichte schrieb, die weltweit in großen Magazinen gedruckt wurden. Wagemut und ein ungewöhnlich streitbarer Interviewstil wurden ihre Markenzeichen. 1956 war sie beim Ungarnaufstand dabei, 1968 wurde sie bei Studentenunruhen in Mexiko durch drei Kugeln schwer verletzt. Sie begleitete Kampfeinsätze in Vietnam und interviewte die Mächtigen der Welt, darunter Arafat, Sharon, Golda Meir, Indira Ghandi, Gaddafi, Khomeini (vor dem sie sich wütend den Schleier herunterriss), Kissinger, Castro, den Schah von Persien. Seit 1963 hat sie einen Wohnsitz in New York. 1977 erschien ihr erstes Buch ("Brief an ein nie geborenes Kind"), dem weitere folgten, die sich weitgehend um politische Krisen drehen. Fallaci, vor zehn Jahren an Krebs erkrankt, scheut die Öffentlichkeit und schreibt nur noch wenig.See

 

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