Reaktionen zum Tode von Hanns Dieter Hüsch
Dieter Hallervorden (70) würdigte Hanns Dieter Hüsch als einen "einzigartigen und ungewöhnlichen Kollegen", der als engagierter Christ in der Kabarett-Zunft eine Sonderrolle eingenommen habe. "Er hat seinen Glauben auch gelebt", sagte Hallervorden. Hüsch gastierte jahrzehntelang bei Hallervordens "Wühlmäusen" in Berlin. "Das Besondere an ihm war auch, daß er sich nie einem Zeitgeist angehängt hat, auch nicht 1968, als viele seiner Kollegen meinten, die Weltrevolution steht vor der Tür. Er hatte vor allem poetische Gaben."
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Bundestagspräsident Norbert Lammert hat Hanns Dieter Hüsch als einen "philosophischen Schelm" geehrt: "Mit Hanns Dieter Hüsch haben wir einen der profiliertesten deutschen Kleinkünstler verloren, den spöttischen Poeten unter den Kabarettisten", sagte Lammert.
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WDR-Intendant Fritz Pleitgen erklärte in Köln, Hüsch werde "als unbeirrbarer Humanist in Erinnerung bleiben, dessen Name auf immer mit dem literarischen Kabarett verbunden ist". Hüsch habe sich "bei aller Klarheit seiner Aussagen nicht politisch vereinnahmen" lassen. "Mit der nötigen Distanz und sprachlicher Präzision lieferte er treffende Bestandsaufnahmen deutscher Befindlichkeiten. Die Wahrheit fand er im scheinbar Banalen und Absurden."




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