Hamburger Trickfilm erhält Animation Award
Für fünf Absolventen der animation-school-hamburg war es der krönende Abschluß ihrer Weiterbildung zum Animationsdesigner: Ihr Trickfilm "Bo" hat den ersten Preis beim Hamburg Animation Award 2005 gewonnen.
HAMBURG. " Mit einem Preis hatten wir nicht wirklich gerechnet, schließlich waren 50 Filme am Start", sagte Wolfram Späth, nachdem er mit seinen Kommilitonen Jan-Philipp Dombrowski, Katja Wesner, Sinem Sakaoglu und Kathrin Harms die Auszeichnung am Donnerstag nachmittag im Kino "Streits" am Jungfernstieg entgegennahm. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wurde für die Geschichte eines Mannes verliehen, der fliegen können möchte wie die Vögel vor seinem Fenster. "Die running gags rund um die beobachtenden Vögel sind schön variiert", meinte Jury-Mitglied und Studenten-Oscar-Gewinnerin Ulrike Grote.
Die Idee zu dem fünf Minuten langen Trickfilm stammt von Sinem Sakaoglu. Sieben Monate hat das Team im zweiten Teil der Ausbildung an der Umsetzung in der Schule an der Wendenstraße gearbeitet. Der dreimonatigen Planungsphase folgte die Umsetzung. Alle Einzelbilder wurden als Handzeichnung angelegt, anschließend gescannt, am Computer coloriert und zum Digitalfilm zusammengefügt.
Eventuell wird es "Bo" demnächst sogar in deutschen Kinos als Vorfilm zu sehen geben. "Schon während der Produktion gab es Interessenten aus der Branche", berichtet Späth. "Wir haben den Film daraufhin so gerendert, daß er auf Celluloid kopiert werden kann, falls er im Kino laufen soll."
Was die fünf Gewinner zwischen Mitte Zwanzig und Ende Dreißig - mit dem Preisgeld machen werden, ist noch nicht ganz klar. Späth: "Wir können es aber gut gebrauchen! Einige sind jetzt auf Jobsuche, andere absolvieren gerade ein Praktikum." Auch wenn es mit dem deutschen Trickfilm nach der Flaute vor einigen Jahren langsam wieder aufwärts geht, sieht Späth die Zukunft für seinen Berufsstand nicht wirklich rosig: "Leider werden viele Filme wegen der geringeren Kosten in Asien produziert."















