Sterbehilfe in Kino und Theater
Euthanasie ist im Gegenwartskino und im zeitgenössischen Theater ein hochaktuelles Thema. Zwei Filme erlangten zuletzt besondere Aufmerksamkeit: Vor allem Clint Eastwoods oscargekröntes Werk "Million Dollar Baby" löste in den USA heftige Debatten aus. Aus Kirchenkreisen und von seiten US-amerikanischer Behindertenverbände mußte Eastwood zum Teil harsche Kritik einstecken. Das spanische Melodram "Das Meer in mir" von Alejandro Amenabar, in Venedig mit einem Silbernen Löwen geehrt und mit dem Auslands-Oscar 2005 ausgezeichnet, zeichnet eine wahre Geschichte nach. Dem aufwühlenden Drama wurde ebenfalls "Propaganda für Euthanasie" vorgeworfen, tatsächlich kann der Film als ein Plädoyer für die Sterbehilfe gesehen werden. Der deutsche Dramatiker Lukas Bärfuß befaßt sich in seinem Anfang des Jahres uraufgeführten Stück "Alices Reise in die Schweiz" mit dem Thema. Heute hat "Liebesruh", ein Stück über Liebe und Tod von Jan Neumann, Uraufführung im Thalia in der Gaußstraße.




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