Quantensprung an die Elbe
Körber-Stiftung: Umzug in die Hafencity
HAMBURG. Für uns ist der Gang in die Mitte Hamburgs ein Quantensprung." Christian Wriedt, Vorsitzender des Vorstands der Körber-Stiftung, kann die Vorfreude über den vollzogenen Umzug aus Bergedorf in die City nicht unterdrücken. Warum auch. Die allerletzten Vorbereitungen laufen zwar noch, doch übermorgen ist es soweit, dann wird das KörberForum, der neue Wohnsitz der Körber-Stiftung an Kehrwieder 12, mit einem Festprogramm eröffnet. Die Lage, am westlichen Eingang zur HafenCity und in unmittelbarer Nachbarschaft zur geplanten Elbphilharmonie, könnte kaum prestigeträchtiger sein. Die Pläne, von dort aus das Geschehen im neuen Hamburger Stadtteil zu prägen, sind entsprechend ehrgeizig. "Wir wollen dieses Haus zu einem Ort der Diskussion über Kultur werden lassen", sekundierte Wriedts Stiftungs-Vize Klaus Wehmeier.
Kernstück des neuen Stiftungssitzes ist der HafenKubus, ein gläserner, vielfältig nutzbarer Veranstaltungssaal mit Foyer, in dem die Stiftung zukünftig aktiv als Programm-Anbieter unter dem eigenen Dach tätig werden will. Dafür wird der jährliche Etat von 11,5 auf 13 Millionen Euro aufgestockt. Die vier Themenschwerpunkte: "Dialog und Verständigung" mit Gesprächsforen, "Neues Lernen und Forschung" zur Wissensvermittlung vor allem an Jugendliche, "Bürgerengagement" und "Junge Kultur" wie das Internationale Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper. Als zusätzlicher Testballon wird demnächst einmal monatlich ein "Hafen-Lunch" veranstaltet werden, um alte und neue Bewohner des werdenden Quartiers miteinander in Kontakt zu bringen.
Das erste handfeste Resultat der Stiftungsarbeit vor Ort - und einer Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Kulturstiftung - liegt mindestens die nächsten fünf Jahre vor der Haustür: Gestern wurde der "Steinerne Orientteppich" von Frank Raendchen auf der Wilhelminenbrücke vorgestellt, ein 27 Meter langes Mosaik aus epoxidharzgebundenen, farbigen Natursteinchen als Symbol für den Umschlagplatz Hamburger Hafen. Kein roter Teppich, aber ein passendes Symbol, um neugierig zu machen. Auf die Angebote vor Ort und auf den Ort an sich.



Branchenbuch Hamburg


100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages




