Chef im Kulturballon
Menschlich gesehen
Bereits mit 18 Jahren kam Franz T a u c h e r (61) in den Norden: Er verließ seine Heimatstadt Wien, um Kadett beim Norddeutschen Lloyd zu werden.
"Ich liebe Hamburg", sagt der begeisterte Segler und Skifahrer. Und jetzt hat er in seiner Wahlheimat ein Amt übernommen, bei dem er anderen Menschen einen ganz neuen Blick auf seine geliebte Hansestadt geben kann: Er wird Betreiber des Kulturballons vor den Deichtorhallen sein.
Dazu muß Taucher, der seit 1983 Heißluftballonfahrer ist, in der nächsten Woche noch viel üben: "Als ich zu dem Fesselballon-Lehrgang nach Paris kam, dachte ich, jetzt lerne ich ganz locker etwas Fahrstuhlfahren", sagt er. "Dabei muß man hier viel aufmerksamer sein."
Zum Ballonfahren kam er auf kleinen Umwegen: Er startete seinen Eroberungsfeldzug der Elemente als Kapitän auf dem Meer. Dann erhob er sich zunächst als Motorflieger in die Lüfte, bis er das erste Mal in einem Heißluftballon saß: "Wir waren vielleicht zwei Minuten in der Luft, dann hat es bei mir geschnackelt, und ich habe gewußt, das will ich machen", erzählt er.
Jetzt freut er sich auf seinen Urlaub mit seiner Frau Rosemarie, mit der er vor kurzem Silberhochzeit in New York feierte. Sie fahren nach Portugal und besuchen ihre 24-jährige Tochter Caroline, die nach ihrem Sprachstudium Hotelfachfrau lernt.




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