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Kultur & Live

Wirbel um "Angie": Rolling Stones wußten nichts vom Wahlkampf-Song

Eigentlich sollte es ein Wahlkampfgag sein, den die Union mit dem Rolling-Stones-Song "Angie" bei den Auftritten ihrer Kanzlerkandidatin landen wollte. Doch das Management der Rocker findet die Verwendung des Stones-Klassikers gar nicht lustig. Die Partei habe sich keine Erlaubnis für die Verwendung des Songs besorgt. Wenn man darum gebeten worden wäre, "hätten wir nein gesagt", sagte ein Sprecher.

Die CDU ist sich keiner Schuld bewußt: Man habe sich über die GEMA, die "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte" versichert, daß alles in Ordnung sei. Das Problem ist nur, daß die GEMA in diesem Fall gar nicht zuständig ist. Werde ein Song an so exponierter Stelle verwendet, sei dies nicht über den Vertrag abgedeckt, erläuterte GEMA-Sprecherin Elfriede Rossori. "Das fällt unter das Urheberpersönlichkeitsrecht und muß mit dem Inhaber der Rechte in Deutschland abgeklärt werden." Für "Angie" ist das der Essex-Musikvertrieb, der in Deutschland über die TJ Musikservice GmbH vertreten wird. "Wir wurden vor der Nutzung nicht gefragt", sagt Jens Ehlers vom Hamburger Musikverlag.ap

 

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