Warum Hamburg Stadtteilkultur braucht
Kommentar
Oft wird der Wert von öffentlichen Einrichtungen erst dann erkannt, wenn es fast zu spät ist. Ein Beispiel dafür sind die Geschichtswerkstätten, die 2003 durch drastische Sparankündigungen in ihrer Existenz bedroht waren. Was ihnen eine Aufmerksamkeit und Anerkennung wie nie zuvor bescherte und letztlich die Einsparungen deutlich geringer ausfallen ließ.
Eine unbekannte Größe sind auch Hamburgs 25 Stadtteilkulturzentren, die rund 4,2 Millionen Euro an Zuwendungen erhalten. Was sie dafür tun, wird meist nur vor Ort wahrgenommen. Ebenso, daß die Zentren, die in den 80ern als Kultur von unten entstanden sind, nur noch wenig mit Klischees von Teestube, Töpferkursen und Selbsterfahrungsgruppe zu tun haben. Tatsächlich wird dort Kulturarbeit im Kleinen, oft auch Sozialarbeit geleistet - in Jugendtreffs, Kinderbetreuung, "Deutsch für Ausländer"-Kursen oder Präventivmedizin für Senioren. Vielleicht entstehen hier Modelle für mehr Bürgerengagement und soziale Nähe. Deshalb möchten wir einige Stadtteilkulturzentren vorstellen. Begleiten werden uns prominente Hamburger aus der Kulturszene, die uns die Häuser zeigen, zu denen sie eine besondere Beziehung haben.




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