Echolot - ein Jahrhundertprojekt in zehn Bänden
"Suche unveröffentlichte Autobiographien für mein Archiv." Mit Zeitungsanzeigen dieser Art wandte sich der Schriftsteller Walter Kempowski ("Tadellöser & Wolff") 1980 erstmals an die Öffentlichkeit, um persönliche Aufzeichnungen und Erinnerungen vor dem Vergessen zu bewahren. Heute lagern in dem Archiv fast 8000 Tagebücher und andere biographische Texte des 20. Jahrhunderts. Die Idee, daraus eine Textcollage zu machen, erschien dem zu Bertelsmann gehörenden Albrecht Knaus Verlag zunächst kaum nachvollziehbar. Um so erstaunlicher war der spektakuläre Erfolg, den 1993 die Kassette mit den ersten vier Bänden (Januar und Februar 1943) erreichte: Sie wurde knapp 50 000mal verkauft. 1999 folgte die zweite vierbändige Kassette ("Fuga furiosa") für Januar und Februar 1945. Hinzu kam ein einbändiger Prolog, der sich unter dem Titel "Barbarossa '41" mit dem Überfall auf die Sowjetunion beschäftigt. Der letzte "Echolot"-Band "Abgesang '45" (20. April bis 9. Mai 1945") umfaßt noch einmal 496 Seiten und kostet 49,90 Euro.



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