Geißendörfer, der Erfinder
Hans W. Geißendörfer, Regisseur und Produzent der "Lindenstraße", wurde am 6. April 1941 in Augsburg geboren. Sein echte Name sei Wilhelm Max, gab der 63-Jährige jetzt bekannt. Den Namen Hans habe er erst im Alter von zwei Monaten erhalten, nachdem sein Vater als Militärgeistlicher in der Sowjetunion gefallen sei. "Da hat mich meine Mutter nachträglich ,getauft'. Sie hat es aber nie in den Paß eintragen lassen", sagte er in einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Geißendörfer hat Germanistik, Philosophie, Theaterwissenschaft, Psychologie und Politische Wissenschaft studiert - legte aber kein Examen ab. Bereits während der Studienjahre beschäftigte er sich mit Film, drehte später Dokumentar- und Kurzfilme. Seinen ersten Spielfilm widmete er einer bayerischen Schriftstellerin, "Der Fall Lena Christ" wurde 1968 im Fernsehen gesendet. Die "Lindenstraße" entwickelte er 1985 nach dem englischen Vorbild "Coronation Street" - Geißendörfer lebt abwechselnd in München und London, er ist seit 1978 mit der Britin Jane verheiratet, das Paar hat drei Töchter. Die laufenden Einnahmen aus der "Lindenstraße"-Produktion erlauben es ihm, weitere Filme und Fernsehproduktionen zu realisieren, wie "Gudrun", "Justiz" oder die Rockoper "Othello".




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